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Rins bezwingt Texas Rodeo und verhilft Suzuki zum 500. Podium

Klassifikation im Rennen, Circuit of the Americas – 10. April 2022:

Alex Rins: 2. (+ 2.058)

Joan Mir: 4. (+ 3.975)

 

Das Suzuki Ecstar Team und der Suzuki Motor Konzern feiern das 500. Podium des Werkes in allen Klassen stilvoll mit dem zweiten Platz, auf den Alex Rins auf dem Circuit of the Americas gefahren ist. Dieser beeindruckende Meilenstein fällt auf denselben Tag, an dem auch die MotoGP™-Serie ihren 500. Grand Prix in der „Racing Together“ Ära (einer Partnerschaft zwischen FIM, Dorna, der MSMA und der IRTA) feiert. Auch Joan Mir hat sich seinen Weg vom achten Startplatz auf Platz vier mit einem weiteren soliden Rennen gebahnt.

Nach einem sauberen Start waren Mir und Rins am Ende der ersten Runde auf Position sieben und acht an der führenden Fahrergruppe dran. Die beiden behielten ihre Ziele klar im Blick und blieben dabei gelassen. In Runde sechs fuhr Rins in die Top fünf und auch gleich mal die schnellste Rundenzeit des Rennens.

Fünf Runden vor Schluss des 20-Runden-Rennens lag Rins auf einem komfortablen dritten Platz. Mir hatte sich inzwischen beeindruckend auf den vierten Rang vorgearbeitet und die anderen Fahrer hinter sich gelassen. Er verfehlte das Podium nur knapp mit einem respektablen vierten Platz und liegt jetzt auch in der Gesamtfahrerwertung auf dem vierten Platz.

In der vorletzten Runde hatte sich Rins beharrlich an Jack Miller, der in Führung lag, herangepirscht und die beiden lieferten sich ein tolles Rennen auf dem Circuit of the Americas. Rins ging in Kurve elf an ihm vorbei, verlor die Position aber wieder. Mit einer letzten entschlossenen Aktion erzielte er in Kurve 19 den exzellenten zweiten Platz, durch die er auch in der Fahrerwertung nun auf Platz zwei liegt.

Rins und Mir reisen nun in zwei Wochen nach Portugal und liegen auf den Plätzen zwei und vier in der Weltmeisterschaft. Das Team belegt aktuell den ersten Platz in der Teamwertung und den dritten Platz in der WM-Wertung der Hersteller.

 

Alex Rins:

„Ich bin so glücklich! Ich habe eigentlich gar nicht erwartet, dass ich es auf das Podium schaffen würde, weil ich in den ersten Runden ein paar Probleme hatte und ich nicht riskieren wollte, dass ich den Anschluss verliere. Ich musste versuchen mehr zu pushen, später zu bremsen und gute Überholmanöver zu fahren. Als ich auf dem dritten Platz ankam, hatte ich ein paar Schrecksekunden mit der Vorderachse, ein paar kleine Fehler und da wusste ich, dass es am wichtigsten ist, dass ich das Rennen beende. Dann, nur zwei Runden vor Schluss, fühlte ich mich besser und hatte einen guten Rhythmus. Daher konnte ich Jack, der den 2. Platz inne hatte, überholen. Das ist ein tolles Ergebnis und ich möchte dieses Podium Suzuki für ihre großartigen Errungenschaften widmen. Ich möchte es aber auch den Menschen in der Ukraine widmen und denjenigen auf der Welt, denen es nicht so gut geht.“

 

Joan Mir:

„Ich bin sehr glücklich, denn das ist mein bestes Ergebnis in Austin und das ist eine schwierige Strecke. Für mich ist es also eine großartige Sache auf Platz vier ins Ziel zu kommen. Wir hatten ein tolles Rennen und meine Performance mit dem Motorrad hat sich dank meines Teams Rennen für Rennen gesteigert. Ich bin heute ruhig und vorsichtig ins Rennen gestartet und konnte mein Tempo aufbauen. Am Ende bin ich an ein paar Fahrern vorbeigekommen und Vierter geworden. Ich freue mich sehr, dass wir mit den Verbesserungen, die wir machen konnten, nun nach Portugal reisen und den Europa-Teil der Saison beginnen. Es stehen uns noch viele Rennen bevor und viel Druck wird auf uns lasten, aber wir sind bisher genau da, wo wir gehofft hatten zu sein.“

 

Livio Suppo – Team Manager:

„Unsere Fahrer hatten heute ein großartiges Rennen. Beide haben ihre Entschlossenheit gezeigt, haben sie aber mit fließenden Bewegungen und Rücksicht ausbalanciert. Alex und Joan hatten beide einen sehr schönen Rhythmus und auch die GSX-RRs haben gut funktioniert und das gibt uns ein gutes Gefühl. Ich bin stolz an diesem Tag des 500. Podiums zu dieser Suzuki Mannschaft zu gehören. Das fühlt sich ganz besonders an. Jetzt lasst uns aber auf dem Boden bleiben und uns auf Europa konzentrieren.“

 

Ken Kawauchi – Technischer Manager:

„Wir sind mit dem heutigen Ergebnis sehr zufrieden. Wir standen letzte Woche in Argentinien mit Alex auf dem Podium und wir konnten das hier auf einer sehr schwierigen Rennstrecke wiederholen. Das war ein ‚klassisches Suzuki Rennen' hinsichtlich des nicht so hohen Startplatzes und der Entschlossenheit und dem Kampfgeist, den sowohl Alex als auch Joan gezeigt haben und das Beste aus sich und dem Motorrad heraus geholt haben. Es war die beste Art Suzukis 500. Podium zu feiern. Wir hatten einen gelungenen Start in die Saison und starten jetzt mit der Hoffnung, dass wir dieses Momentum beibehalten und einen Sieg einfahren können in den kommenden Europarennen.“

 

Rennergebnisse des amerikanischen Grand Prix:

1 Enea BASTIANINI Gresini Racing MotoGP 41'23.111

2 Alex RINS Team SUZUKI ECSTAR 41'25.169 2.058

3 Jack MILLER Ducati Lenovo Team 41'25.423 2.312

4 Joan MIR Team SUZUKI ECSTAR 41'27.086 3.975

5 Francesco BAGNAIA Ducati Lenovo Team 41'29.156 6.045

6 Marc MARQUEZ Repsol Honda Team 41'29.728 6.617

7 Fabio QUARTARARO Monster Energy Yamaha MotoGP 41'29.871 6.760

8 Jorge MARTIN Pramac Racing 41'31.552 8.441

9 Johann ZARCO Pramac Racing 41'35.486 12.375

10 Maverick VIÑALES Aprilia Racing 41'35.753 12.642

11 Aleix ESPARGARO Aprilia Racing 41'36.058 12.947

12 Brad BINDER Red Bull KTM Factory Racing 41'36.487 13.376

13 Pol ESPARGARO Repsol Honda Team 41'41.072 17.961

14 Takaaki NAKAGAMI LCR Honda IDEMITSU 41'41.881 18.770

15 Andrea DOVIZIOSO WithU Yamaha RNF MotoGP 41'52.430 29.319

16 Franco MORBIDELLI Monster Energy Yamaha MotoGP 41'52.240 29.129

17 Luca MARINI Mooney VR46 Racing Team 41'52.741 29.630

18 Miguel OLIVEIRA Red Bull KTM Factory Racing 41'55.113 32.002

19 Raul FERNANDEZ Tech3 KTM Factory Racing 42'00.173 37.062

20 Remy GARDNER Tech3 KTM Factory Racing 42'05.553 42.442

21 Fabio DI GIANNANTONIO Gresini Racing MotoGP 42'05.998 42.887

22 Darryn BINDER WithU Yamaha RNF MotoGP 43'05.282 1'42.171

Not Classified:

73 Alex MARQUEZ LCR Honda CASTROL

72 Marco BEZZECCHI Mooney VR46 Racing Team

 

Fahrer-Weltmeisterschaftswertung:

1 Enea BASTIANINI 61

2 Alex RINS 56

3 Aleix ESPARGARO 50

4 Joan MIR 46

5 Fabio QUARTARARO 44

6 Brad BINDER 42

7 Jack MILLER 31

8 Johann ZARCO 31

9 Miguel OLIVEIRA 28

10 Jorge MARTIN 28

11 Pol ESPARGARO 23

12 Francesco BAGNAIA 23

13 Marc MARQUEZ 21

14 Maverick VIÑALES 19

15 Franco MORBIDELLI 15

16 Takaaki NAKAGAMI 12

17 Luca MARINI 10

18 Marco BEZZECCHI 7

19 Darryn BINDER 6

20 Alex MARQUEZ 4

21 Andrea DOVIZIOSO 2

22 Remy GARDNER 1

23 Raul FERNANDEZ 0

24 Fabio DI GIANNANTONIO 0

25 Stefan BRADL 0

 

Hintergründe zum 500. Podium:

2020 hat der Suzuki Motor Konzern seinen 100. Geburtstag gefeiert und 60 Jahre im Rennsport. Im selben Jahr führte Joan Mir die Top-Klasse an und holte sich die MotoGP-Krone. Und jetzt, zwei Jahre später, gibt es einen weiteren wichtigen Moment in der Geschichte Suzukis.

Die Geschichte begann am 4. Juni 1962, als Ernst Degner mit einer RM62 in der 50-ccm-Klasse auf der Isle of Man (die damals noch zum WM-Kalender gehörte) auf das erste Podium der Marke fuhr. Nur drei Jahre später erreichte das Werk aus Hamamatsu sein 100. Podium mit Hugh Anderson in Finnland. Passend fuhr das 200. Podium 1975 der Finne Teuvo ‚Tepi‘ Lansivuori ein. Im nächsten Jahrzehnt machte Marco Lucchinelli 300 draus und 1993 sicherte Kevin Schwantz Suzuki deren 400. Podium. Zwischen diesen Meilensteinen kamen ein paar sehr talentierte Fahrer und Champions dazu. Zu ihnen gehörten auch Barry Sheene, Randy Mamola und Kenny Roberts Jr.

Suzukis erfolgreichste Klasse ist hinsichtlich der Podestplätze die 500-ccm-Klasse / MotoGP™ mit insgesamt 316 Podien. Der Fahrer mit den meisten Podien der Marke ist der Amerikaner Kevin Schwantz mit brillanten 51 Ausflügen aufs Treppchen. Schwantz war auch in Austin mit vor Ort, um dabei zu sein, wenn Alex Rins das 500. Podium einfährt. Mit ihm waren auch andere ehemalige Suzuki Podiumsfahrer wie Randy Mamola, Maverick Viñales, Franco Uncini und John Hopkins anwesend und sie alle feierten den Erfolg mit dem Suzuki Ecstar Team.

In den letzten Jahren waren Joan Mir und Alex Rins auf ihren GSX-RR-Maschinen die Star-Performer für Suzuki und erreichten insgesamt zusammen 28 Podiumsplätze.

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